ROAS-Rechner
Return on Ad Spend — Umsatz pro investiertem Werbe-Euro berechnen, mit Branchen-Benchmarks und Ziel-Reverse-Engineering.
Was ist ROAS?
Return on Ad Spend (ROAS) ist der Umsatz, der pro investierter Werbe-Geldeinheit erzeugt wird. Es ist die Kennzahl, die Media-Buyern zeigt, ob sich der Kanal selbst trägt. Ein ROAS von 4:1 bedeutet, dass jeder ausgegebene Euro 4 € Umsatz zurückgebracht hat. ROAS ist eine Top-Line-Kennzahl, keine Profit-Kennzahl — um zu wissen, ob eine Kampagne profitabel ist, brauchst du auch Produktmarge, Fulfillment-Kosten und Overhead. Viele Unternehmen setzen einen Ziel-ROAS, der diese Kosten bereits einkalkuliert: Über Ziel skaliert die Kampagne, unter Ziel wird sie pausiert oder umstrukturiert.
So nutzen Sie diesen Rechner
Der Forward-Modus berechnet den ROAS aus Ausgaben und Umsatz. Der Reverse-Modus beantwortet die Planungsfrage: Wie viel kann ich ausgeben?
- Wähle Forward- oder Reverse-Modus.
- Im Forward-Modus gibst du Werbeausgaben und den diesen Ausgaben zugerechneten Umsatz ein.
- Im Reverse-Modus gibst du deinen Zielumsatz und den ROAS ein, den du erreichen willst.
- Vergleiche das Ergebnis mit der Stufentabelle unten.
Formeln
ROAS ist ein Verhältnis (Umsatz ÷ Ausgaben). ROI ist ein Prozentsatz des Gewinns. Die Reverse-Formel ist dieselbe Gleichung, nur umgestellt.
ROAS = Umsatz aus Werbung ÷ Werbeausgaben
ROI % = ( ( Umsatz aus Werbung − Werbeausgaben ) ÷ Werbeausgaben ) × 100
Ausgaben-Obergrenze = Zielumsatz ÷ Ziel-ROAS (z. B. 4 = 4:1)
ROAS-Stufen und was sie bedeuten
Die Interpretation der Stufen hängt von deiner Bruttomarge ab. Abo-Geschäfte können von 2:1 leben; margenarmer Einzelhandel braucht oft 6:1, um die Null zu schreiben.
| Stufe | ROAS | Was sie üblicherweise bedeutet |
|---|---|---|
| Unprofitabel | < 1:1 | Du gibst mehr aus, als du einnimmst — pausieren und Attribution prüfen. |
| Break-even / dünne Marge | 1:1 — 2:1 | Deckt nur die Werbekosten; keine Marge für Produkt oder Betrieb. |
| Gesund | 3:1 — 4:1 | Standardziel für die meisten E-Commerce-Shops; komfortable Margen. |
| Stark | 5:1 — 7:1 | Über Ziel — vermutlich Spielraum, die Ausgaben zu skalieren. |
| Außergewöhnlich | 8:1+ | Entweder unterbeworben oder Lift falsch gemessen. Untersuchen. |
Die Stufen unterstellen Retail-/DTC-Standards; passe sie an dein Geschäft an.
Häufig gestellte Fragen
ROAS vs. ROI — was ist der Unterschied?
ROAS ist ein Umsatzverhältnis (Umsatz ÷ Ausgaben). ROI ist ein Gewinnverhältnis ((Gewinn ÷ Ausgaben) × 100). ROAS schließt Produktkosten nicht ein; ROI schon. Die meisten Werbeteams optimieren auf ROAS; Finanzteams interessieren sich für ROI.
Welchen Ziel-ROAS sollte ich verwenden?
Setze ihn so, dass Umsatz × Bruttomarge > Werbeausgaben. Liegt deine Marge bei 25 %, ist der Break-even-ROAS 4:1, also ziele auf 5:1 oder höher, um tatsächlich Gewinn zu machen.
Warum sinkt mein ROAS, wenn ich skaliere?
Auktionen werden umkämpfter, sobald du Zielgruppen verbreiterst und Creatives sich abnutzen. Plane mit 10–25 % ROAS-Verfall bei Verdoppelung des Budgets; erneuere Creatives und segmentiere Zielgruppen, um den Rückgang abzufedern.
Wie lese ich einen ROAS von 1,5:1?
Pro 1 ausgegebener Einheit kamen 1,5 zurück. Ob das gut ist, hängt komplett von der Marge ab: Ein SaaS mit 70 % Marge gedeiht bei 1,5:1; ein Händler mit 20 % Marge blutet aus.
Soll ich Steuern und Versand in den Umsatz einrechnen?
Nein. Verwende den Nettoumsatz (ohne Steuern und durchgereichten Versand), damit das Verhältnis das tatsächlich vor Produktkosten verbleibende Geld widerspiegelt.
Was macht der Reverse-Modus?
Er beantwortet die Planungsfrage: ‚Wenn ich X Umsatz bei Y ROAS will, wie viel kann ich ausgeben?‘ Die Antwort ist X ÷ Y. Eine schnelle Budget-Leitplanke vor dem Launch.